So schützen Sie Zuhause und Betrieb wirklich vor Einbruch.
Was hält Einbrecher tatsächlich auf – und was beruhigt nur? Wir haben Polizeistudien, Täterbefragungen und Versichererdaten ausgewertet und in konkrete Tipps übersetzt. Viele davon kosten keinen Cent.
44,9 %der Einbrüche bleiben im Versuch stecken, oft dank Sicherungstechnik und aufmerksamer Nachbarn
2–5 Min.Widerstand genügen – dann brechen die meisten Täter ab und ziehen weiter
1,05 %der Einbrüche in der Kölner Polizei-Auswertung gelangen trotz vorhandener Sicherungstechnik
PKS 2025 · Täterbefragung Ruhr-Universität Bochum · Kölner Studie 2017
Erst verstehen, dann sichern
So arbeiten Einbrecher wirklich
Die meisten Einbrecher sind keine Spezialisten mit Profiwerkzeug, sondern Gelegenheitstäter mit Schraubendreher und Zeitdruck. Genau deshalb funktioniert Einbruchschutz – wenn er an den richtigen Stellen ansetzt.
77,2 %der Täter hebeln Fenster oder Türen auf – mit einfachem Werkzeug
57,9 %der Einbrüche passieren tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr – nicht nachts
44,9 %der Einbrüche scheitern im Versuch, Vorbeugen funktioniert nachweislich
Quellen: KFN-Forschungsbericht Nr. 124 · Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Rubrik für Privat
Neun Maßnahmen, die Ihr Zuhause sicherer machen
Vom kostenlosen Sofort-Tipp bis zur richtigen Technik – geordnet nach dem, was laut Forschung am meisten bewirkt.
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Abschließen – auch wenn Sie nur kurz weg sind
Ein gekipptes Fenster ist für Einbrecher kein Hindernis, sondern ein offenes: In der Kölner Polizei-Auswertung erfolgten 9,2 % aller Einbrüche über Fenster und Fenstertüren durch gekippte oder offene Fenster – Tendenz steigend. Auch die Haustür nur zuzuziehen reicht nicht: Eine nicht abgeschlossene Tür lässt sich in Sekunden öffnen.
Dazu kommt das Versicherungsrisiko: Bei grober Fahrlässigkeit darf die Hausratversicherung ihre Leistung kürzen (§ 81 VVG). Das Oberlandesgericht Hamm wertete ein über 7,5 Stunden gekipptes Fenster als grob fahrlässig – andere Gerichte entschieden milder. Worauf Sie sich verlassen können: Ein geschlossenes, abgeschlossenes Fenster ist immer die sichere Seite.
9,2 %der Fenstereinbrüche in Köln erfolgten über gekippte oder offene Fenster
§ 81 VVGerlaubt der Versicherung Leistungskürzung bei grober Fahrlässigkeit
Quelle: Kölner Studie 2017 (Polizei Köln) · GDV-Verbraucherportal dieversicherer.de
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Mechanik zuerst: stabile Fenster und Türen
Die wichtigste Erkenntnis der Einbruchsforschung ist unbequem für alle, die nur auf Elektronik setzen: Gescheiterte Einbrüche scheitern vor allem an der Mechanik. In der Betroffenenbefragung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen gaben die Fälle ein klares Bild – 41,1 % der Täter scheiterten an der gesicherten Wohnungstür, 24,6 % an gesicherten Fenstern oder Fenstertüren. An einer Alarmanlage allein scheiterten nur 3,4 %.
Der Grund: Ein Standardfenster ohne Sicherung lässt sich mit einem einfachen Schraubendreher in wenigen Sekunden aufhebeln – und genau so gehen 77,2 % der Täter vor. Geprüfte Elemente der Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627 müssen dagegen mindestens drei Minuten standhalten. Die Polizei empfiehlt RC 2 als Mindestschutz; bestehende Fenster und Türen lassen sich mit geprüften Nachrüstsicherungen – abschließbaren Griffen, Zusatzschlössern, Querriegeln – deutlich aufwerten.
41,1 %der gescheiterten Einbrüche scheiterten an der gesicherten Wohnungstür
77,2 %der Täter hebeln Fenster oder Türen auf – mit einfachem Werkzeug
3,4 %scheiterten allein an einer Alarmanlage – Technik ergänzt Mechanik, sie ersetzt sie nicht
Quelle: KFN-Forschungsbericht Nr. 124 · ADAC-Ratgeber zu DIN EN 1627 · K-EINBRUCH (Polizei)
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Machen Sie die Zeit zu Ihrem Verbündeten
Einbrecher arbeiten unter Zeitdruck. In Interviews mit verurteilten Tätern der Ruhr-Universität Bochum zeigte sich: Wer nicht innerhalb von zwei bis fünf Minuten ins Gebäude kommt, bricht ab und sucht sich ein leichteres Objekt. Jede Minute Widerstand erhöht das Entdeckungsrisiko – und genau darauf ist gute Sicherungstechnik ausgelegt.
Dass diese Rechnung aufgeht, zeigen die Daten: Bei technisch gesicherten Wohnungen scheiterten Täter laut KFN um 16,4 Prozentpunkte häufiger schon am Eindringen als bei ungesicherten. Und die Kölner Polizei fand unter tausenden ausgewerteten Fällen nur 17 Einbrüche (1,05 %), die trotz vorhandener Sicherungstechnik vollendet wurden.
2–5 Min.Widerstand – dann brechen die meisten Täter ab und ziehen weiter
1,05 %der Kölner Einbrüche wurden trotz vorhandener Sicherungstechnik vollendet
Quelle: Täterbefragung Ruhr-Universität Bochum (Feltes) · KFN Nr. 124 · Kölner Studie 2017
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Sichern Sie zuerst die Rückseite
Einbrecher nehmen den Weg, den niemand sieht. Beim Einfamilienhaus führen rund 77 % der Einstiege über Fenster und Fenstertüren – vor allem Terrassen- und Balkontüren –, und der Zugang zum Grundstück erfolgt in etwa 60 % der Fälle über den Garten oder die Hausrückseite. Die Haustür spielt mit gut 18 % eine kleinere Rolle.
In Mehrfamilienhäusern ist es umgekehrt: Dort ist die Wohnungstür mit 52,3 % der häufigste Angriffspunkt, und oberhalb der ersten Etage wird kaum noch über Fenster eingestiegen (rund 2 % der Fälle). Wer im Erdgeschoss oder Hochparterre wohnt, sollte Fenster und Balkontür besonders ernst nehmen. Und überall gilt: Leitern, Mülltonnen und Gartenmöbel sind Aufstiegshilfen – wegschließen oder anketten.
77 %der Einstiege beim Einfamilienhaus erfolgen über Fenster und Fenstertüren
52,3 %der Einbrüche im Mehrfamilienhaus gehen über die Wohnungstür
Quelle: Kölner Studie 2017, Polizeipräsidium Köln
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Rechnen Sie mit Besuch am Nachmittag – nicht um Mitternacht
Das Bild vom Einbrecher, der sich nachts ins Schlafzimmer schleicht, führt in die Irre: 57,9 % der Einbrüche passieren zwischen 10 und 18 Uhr – wenn die Bewohner bei der Arbeit sind. Nur 14,5 % finden zwischen 22 und 6 Uhr statt.
Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle: Fast die Hälfte aller Taten fällt in die dunklen Monate Oktober bis Januar, mit dem November als Spitzenmonat – die frühe Dämmerung verrät, wer nicht zu Hause ist. Die Konsequenz: Schließdisziplin zählt vor allem tagsüber, und in der dunklen Jahreszeit lohnt sich jede Maßnahme, die Anwesenheit zeigt.
57,9 %der Einbrüche geschehen tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr
Okt–Janfast die Hälfte aller Einbrüche fällt in die vier dunklen Monate
Quelle: KFN-Forschungsbericht Nr. 124 · Kölner Studie 2017
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Lassen Sie Ihr Zuhause bewohnt aussehen
Einbrecher beobachten, bevor sie handeln – und eine dauerhaft dunkle Wohnung ist das deutlichste Signal, dass niemand da ist. Die Kölner Polizei formuliert es in ihrer Studie ausdrücklich:
„Dunkle Wohnungen und Häuser stellen ein Indiz für die Abwesenheit ihrer Bewohner dar. Präventionsmaßnahmen, die die Anwesenheit von Bewohnern simulieren, zeigen hierbei Wirkung.“ – Kölner Studie 2017
Praktisch heißt das: Licht und Rollläden per Zeitschaltuhr bewegen, gerade in der Dämmerung. Bei längerer Abwesenheit den Briefkasten von Nachbarn leeren lassen und Urlaubsfotos erst nach der Rückkehr posten – ein voller Briefkasten und öffentliche Abwesenheitsposts machen die Beobachtung für Täter unnötig leicht.
Quelle: Kölner Studie 2017, Polizeipräsidium Köln
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Aktivieren Sie Ihre Nachbarschaft
Der häufigste Grund, aus dem ein Einbruchsversuch abgebrochen wird, ist keine Technik – es sind Menschen. Das Landeskriminalamt NRW wertete über 7.500 Ermittlungsakten aus: Störungen durch anwesende Personen und Nachbarn sind die mit Abstand häufigsten Abbruchgründe. In Köln blieben in einem einzigen Jahr 129 Einbrüche nur deshalb im Versuchsstadium, weil aufmerksame Nachbarn oder Zeugen die Polizei alarmierten.
Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn: Wer verreist, sagt Bescheid; man leert sich gegenseitig den Briefkasten und achtet auf fremde Personen und Fahrzeuge. Und im Zweifel gilt immer: lieber einmal zu oft die 110 wählen als einmal zu wenig.
129Einbrüche wurden in Köln in einem Jahr durch aufmerksame Nachbarn und Zeugen verhindert
15,2 %der gescheiterten Versuche scheiterten an Personen außerhalb der Wohnung
Quelle: LKA NRW „10 Fakten aus der Forschung“ · Kölner Studie 2017 · KFN Nr. 124
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Technik richtig einsetzen: melden statt nur abschrecken
Was sagen Täter selbst zu Alarmanlagen und Kameras? Die Antwort ist ehrlich ernüchternd – und lehrreich. Sichtbare Hinweise auf eine Alarmanlage bringen viele Einbrecher dazu, auf ein ungesichertes Objekt auszuweichen. Aber: Eine Sirene, auf die erkennbar niemand reagiert, wird von erfahrenen Tätern schlicht ignoriert.
Wirksam wird Technik also durch die Reaktion, die sie auslöst: eine sofortige Meldung auf Ihr Handy mit Live-Kamerabild, auf Wunsch die Aufschaltung auf eine Leitstelle. Dazu kommt die Beweissicherung – bei einer Aufklärungsquote von nur 14,1 % kann gutes Videomaterial der Polizei die Arbeit deutlich erleichtern. Die Reihenfolge bleibt trotzdem: erst Mechanik, die den Täter aufhält – dann Technik, die ihn meldet und dokumentiert.
14,1 %der Wohnungseinbrüche wurden 2025 aufgeklärt – Beweismaterial ist knapp
Quelle: Täterbefragung Ruhr-Universität Bochum (Feltes) · PKS 2025 via K-EINBRUCH
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Nach einem Einbruch: schnell nachrüsten
Wer schon einmal betroffen war, ist besonders gefährdet: Laut LKA NRW wurde mehr als jeder dritte Tatort innerhalb von zehn Jahren bereits früher als Einbruchstatort registriert – Täter kommen wieder, wo es einmal funktioniert hat. Der durchschnittliche Schaden liegt laut den Versicherern inzwischen bei 3.850 € pro Einbruch, so hoch wie noch nie seit Beginn der Messung.
Der materielle Schaden ist dabei oft das kleinere Problem: In der KFN-Befragung fühlten sich 75,3 % der Betroffenen nach der Tat im eigenen Zuhause unsicher, rund jeder Vierte zog um oder wollte es. Wenn es passiert ist: Schwachstellen sofort schließen, bevor sie ein zweites Mal genutzt werden. Eine ehrliche erste Einschätzung bekommen Sie auch bei den kostenlosen polizeilichen Beratungsstellen – und bei uns vor Ort.
1 von 3Tatorten ist ein Wiederholungstatort – Täter kommen zurück
3.850 €durchschnittlicher Schaden pro versichertem Einbruch (2025)
75,3 %der Betroffenen fühlen sich nach einem Einbruch zu Hause unsicher
Für Unternehmen gelten eigene Spielregeln: andere Tatzeiten, Vorgaben der Versicherer – und das Risiko, dass nach dem Einbruch der Betrieb stillsteht.
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Kennen Sie Ihr Risikofenster: nachts und am Wochenende
Bei Betrieben ist die Lage umgekehrt zum Wohnhaus: Eingebrochen wird überwiegend nachts und an Wochenenden, wenn Büros, Hallen und Läden menschenleer sind – bei günstiger Gelegenheit greifen Täter aber auch während der Geschäftszeiten zu. Rund 115.800 schwere Diebstähle in Unternehmen meldet die Polizei pro Jahr.
Im Visier stehen Warenbestände, Bargeld, Maschinen und die IT-Ausstattung. Der eigentliche Schaden geht aber oft darüber hinaus: aufgebrochene Türen, verwüstete Räume, verlorene Kunden- und Geschäftsdaten – im schlimmsten Fall steht der Betrieb still.
115.800schwere Diebstähle in Unternehmen meldet die Polizei pro Jahr
Nachts + Wochenendesind die Haupttatzeiten bei Gewerbeobjekten
Die Polizei ist in ihrer Empfehlung für Gewerbeobjekte eindeutig: Mechanische Sicherungen gehören bei der Planung an die erste Stelle – einbruchhemmende Türen, Fenster und Tore nach DIN EN 1627, mindestens Widerstandsklasse RC 2.
Sichtbare Sicherungstechnik hat dabei doppelte Wirkung: Sie bedeutet für den Täter längere „Arbeitszeit“ und damit ein höheres Entdeckungsrisiko – viele suchen sich dann ein leichteres Ziel. Schwachstellen sind oft nicht die Haupteingänge, sondern Nebentüren, Lichtschächte, Tore und Anlieferzonen.
RC 2ist die polizeiliche Mindestempfehlung für Türen, Fenster und Tore im Gewerbe
Quelle: ProPK-Faltblatt „Schlechte Geschäfte für Einbrecher“ · VdS 3129
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Planen Sie den Alarm vom Eintreffen her
Eine Alarmanlage im Betrieb ist so gut wie die Reaktion, die auf sie folgt. Die Sicherungsrichtlinien der Versicherer bringen das Prinzip auf den Punkt: Mechanik und Einbruchmeldeanlage müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass die Interventionskräfte möglichst eintreffen, bevor die Täter die mechanischen Sicherungen überwunden haben. Die Mechanik kauft die Zeit, die Meldung nutzt sie.
„Mechanische Sicherungseinrichtungen und die Überwachung durch die Einbruchmeldeanlage müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass die Interventionskräfte den Einsatzort möglichst schon erreichen können, bevor die Sicherungen überwunden sind.“ – VdS 2333 (sinngemäß)
Aus Täterbefragungen weiß man zudem: Eine Sirene, auf die niemand reagiert, wird häufig ignoriert. Für Betriebe zählt deshalb die Aufschaltung auf eine zertifizierte Notruf- und Serviceleitstelle mit vertraglich vereinbarter Interventionsfrist – dokumentiert im Alarmdienst- und Interventionsattest gegenüber dem Versicherer.
Für Gewerbebetriebe sind Sicherungsanforderungen oft Vertragsbestandteil: Die Versicherer stufen Betriebe in Sicherungsklassen von SG 1 bis SG 6 ein – je nach Betriebsart und Gefährdung – und leiten daraus konkrete Anforderungen an Mechanik und Einbruchmeldeanlage ab. Wer die vereinbarten Auflagen nicht erfüllt, riskiert im Schadenfall Kürzungen.
Klären Sie die Anforderungen deshalb vor der Investition – das verhindert doppelte Kosten. Dazu gehört auch: Größere Bargeldbestände und wichtige Datenträger in einen geprüften Wertschutzschrank (Auswahl mit dem Versicherer abstimmen) und eine Wertsachenliste mit gekennzeichneten Geräten führen. Das erhöht die Chance auf Rückgabe, erleichtert den Tatnachweis – und macht die Beute für Hehler uninteressant.
SG 1–6Sicherungsklassen der Versicherer legen fest, was Ihr Betrieb erfüllen muss
Quelle: VdS 2333 „Sicherungsrichtlinien für Geschäfte und Betriebe“ · VdS 3129
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Grundstück, Zaun und Licht: die äußere Linie
Der Schutz beginnt an der Grundstücksgrenze: Die Versicherer empfehlen eine stabile Einfriedung mit ausreichender Höhe und Übersteigschutz – einfacher Maschendrahtzaun gilt als wenig geeignet. Bepflanzung darf keine Kletterhilfe bieten, und Leitern, Container oder Paletten am Gebäude sind Aufstiegshilfen: einschließen oder anketten.
Beleuchtung mit Bewegungsmeldern und Dämmerungsschaltung wirkt abschreckend – aber die Richtlinie der Versicherer warnt selbst vor der Licht-Illusion: Wenn ein Standardfenster in 15 Sekunden aufgebrochen ist, hält Licht allein niemanden auf. Licht unterstützt Mechanik und Kameras, es ersetzt sie nicht.
15 Sek.genügen für ein ungesichertes Standardfenster – Licht allein stoppt das nicht
Quelle: VdS 3129 „Schutz gegen Einbruch in Gewerbeobjekte“ (GDV)
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Schließdisziplin ist Chefsache
Die günstigsten Sicherheitsmaßnahmen im Betrieb kosten nichts – sie müssen nur konsequent passieren. Die Polizei empfiehlt, einen festen Sicherheitsverantwortlichen zu benennen und diese Routine zum Standard zu machen:
Vor Geschäftsschluss alle Türen und Fenster kontrollieren
Türen grundsätzlich zweifach abschließen – nicht nur zuziehen
Einbruchmeldeanlage scharf schalten, jeden Abend
General- und Fahrzeugschlüssel nie in Schreibtisch oder Schlüsselkasten aufbewahren
Bei Schlüsselverlust sofort den Schließzylinder wechseln
Bargeld minimieren – Tageseinnahmen nicht im Betrieb lagern
Quelle: ProPK-Faltblatt „Schlechte Geschäfte für Einbrecher“ · VdS 3129
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Baustellen und Freigelände besonders schützen
Baustellen sind ein Sonderfall mit eigenem Risiko: 80 % der befragten Baustellenverantwortlichen erleben mindestens einen Diebstahl pro Jahr – gestohlen werden vor allem Kabel (47 %) und Kupfer (46 %). Die Folgen gehen über den Materialwert hinaus: 43 % der Projekte verzögerten sich durch Diebstähle.
Was hilft: Material und Maschinen abends einschließen oder anketten, Geräte individuell kennzeichnen und in einer Wertsachenliste erfassen – und das Gelände überwachen. Gerade für temporäre Objekte wie Baustellen oder Freilager lässt sich Videoüberwachung auch zeitlich befristet einrichten.
80 %der Baustellenverantwortlichen erleben mindestens einen Diebstahl pro Jahr
43 %der Bauprojekte verzögerten sich durch Diebstähle
Quelle: BauWatch Crime Report 2024 (Befragung von 500 Baustellenverantwortlichen)
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Denken Sie an den Tag danach
Der Sachschaden ist versicherbar – der Stillstand ist das eigentliche Risiko. Die Richtlinie der Versicherer warnt ausdrücklich: Nach einem Einbruch kann der Geschäftsbetrieb zum Erliegen kommen, mit Image- und Kundenverlust bis hin zur Existenzgefährdung. Eine Betriebsunterbrechungs- bzw. Ertragsausfallversicherung deckt nach einem Einbruch fortlaufende Fixkosten und entgangenen Gewinn – üblicherweise mit einer Haftzeit von bis zu 12 Monaten.
Genauso wichtig wie die Police: ein einfacher Notfallplan. Wer weiß, wo Ersatzgeräte herkommen, welche Daten wie gesichert sind und wer im Schadenfall was übernimmt, steht nach Tagen wieder – nicht nach Monaten.
12 MonateHaftzeit deckt eine Betriebsunterbrechungsversicherung üblicherweise ab
Quelle: VdS 3129 · GDV-Musterbedingungen zur Betriebsunterbrechung
Transparenz
Quellen & Studien
Jede Zahl auf dieser Seite stammt aus einer dieser Quellen – prüfen Sie gern selbst nach.
Zur Einordnung: Die Kriminalstatistik erfasst nur angezeigte Taten – laut BKA-Dunkelfeldstudie SKiD 2024
wird nicht einmal jeder zweite Einbruchsversuch angezeigt (47,9 %), vollendete Einbrüche dagegen zu
87,4 %. Die großen Täter- und Betroffenenstudien (2014–2017) sind die bislang umfangreichsten
wissenschaftlichen Auswertungen zum Einbruchsgeschehen in Deutschland; Polizei und Versicherer stützen ihre
Empfehlungen bis heute darauf. Statistik-Stand: August 2026.
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